Training

Allgemeines zur Ausbildung                            

Das Übungs- und Aufbauprogramm erfolgt stufenweise. Die Grundvoraussetzung, um mit der Arbeit für Agility beginnen zu können ist, dass vom Hundeführer und dem Hund die Gehorsamsübungen der dhv - Begleithundprüfung beherrscht werden. Ein Prüfungsnachweis ist allerdings nicht erforderlich.

Der Hundeführer muss sich mit den Regeln des Parcours vertraut machen und anschließend mit dem Hund stufenweise die einzelnen Hürden und Geräte üben. Man beginnt mit den leichtesten Hindernissen und mit den leichtesten Übungen. Nach Beherrschung der Hürden und Geräte ist der Parcours gemäß den Bestimmungen für Agility durchzuarbeiten.

Übungsprogamm

Übungen an den einzelnen Hindernissen mit sofortiger Korrektur der Fehler.

Übungen an Hindernisgruppen - lernen, mehrere Hindernisse nacheinander zu nehmen - Anhalten - Richtungsänderungen -Verbesserung der Arbeit an den einzelnen Hürden. Geschwindigkeitstraining, besonders beim Slalom - Übungen an Hindernisgruppen - lernen, mehrere Hürden nacheinander zu nehmen - Richtungsänderungen - Übungen mit Hör- und Sichtzeichen um Richtungsänderungen vorzunehmen - Absolvieren eines Parcours "Jumping" - Absolvieren eines Parcours "Agility" mit Zeitnehmung.

Um die Hundeführer zu motivieren und um es ihnen allen zu ermöglichen ihre Fortschritte zu messen, empfehlen wir, etwa alle zwei Monate einen Fähigkeitstest durchzuführen, dessen Schwierigkeitsgrad der jeweils in den verschiedenen Klassen geleisteten Arbeit entspricht.

Die Arbeit an den Hindernissen

Das Gewöhnen an die einzelnen Hürden muss schrittweise erfolgen. Bei den an den Hund gestellten Aufgaben muss der zunehmenden Schwierigkeit und der Größe des Hundes Rechnung getragen werden.

WICHTIG: Agility - Übungen eignen sich auch für Junghunde. Es muss jedoch unbedingt beim Springen berücksichtigt werden, dass kleine bis mittlere Rassen ihr Wachstum erst mit ca. 12 Monaten, große Rassen erst mit ca. 18 Monaten beendet haben. Damit während der Wachstumsphase Gelenk- und Muskulaturschäden vermieden werden, sollen die Springübungen immer dem Alter entsprechend durchgeführt werden.

Die Hürden
Anfangs wird an einer Hürde geübt, die aus waagrecht liegenden Stangen besteht und nicht höher als 40 cm ist. (Für Mini - Agility dementsprechend niedriger). Der angeleinte Hund wird gerade gegen die Hürde geführt und kurz davor zum Stehen gebracht. Der Hundeführer übersteigt das Hindernis und fordert seinen Hund von der anderen Seite der Hürde mit dem Wort "Hopp" oder "Spring" zum Springen auf, wobei er zurücktritt und durch leichten Zug an der Leine nach oben den Hund zum Sprung animiert. Diese Übung ist zu wiederholen, bis der Hund seine Aufgabe kennt, erst dann wird ohne Leine gearbeitet. Nach jedem ausgeführten Sprung über die Hürde soll der Hund vor seinem Führer stehen bleiben. Das Hindernis wird nach und nach bis zu der vorgeschriebenen Höhe erhöht.

Ist dieses Ziel erreicht, werden die anderen Hürden in Angriff genommen.

Es sind dies:
Die offene Hürde, die Besenhürde, die Mauer oder das Viadukt.

Springen ist für den Hund mit keinerlei Schwierigkeit verbunden. Man soll aber ab Beginn der Übungen immer auf einer korrekten Durchführung der Sprünge bestehen. Zeigt der Hund z.B. die Neigung, sich mit den Hinterläufen auf dem Hindernis abzustützen, ist eine sofortige Korrektur vorzunehmen. Solche Fehler hemmen die Weiterausbildung und den Erfolg.

Der Reifen
Meistert der Hund den Sprung über die verschiedenen Hürden, kann man zur Übung am Reifen übergehen.

ACHTUNG: Hier genügt das Können alleine nicht mehr - der Hund muss zusätzlich mit Genauigkeit und auch mit Unerschrockenheit springen. Zuerst wird der Hund mit dem auf dem Boden stehenden Reifen bekannt gemacht. Danach wird wie bei den Hürden vorgegangen. Der Hundeführer steht auf der gegenüberliegenden Seite des Reifens, wobei die Leine durch den Reifen hindurch gezogen wird. Gleichzeitig mit der Aufforderung "Hopp" oder "Spring" ermuntert der Hundeführer den Hund durch einen leichten Zug an der Leine, durch den Reifen hindurch zu springen. Anfänglich ist es öfters notwendig, dass der Hundeführer dem Hund etwas hilft, indem er ihn genau vor die Reifen- öffnung platziert. Hat der Hund mehrere korrekte Sprünge ausgeführt, wird ohne Leine weitergearbeitet.

Dann wird der Reifen stufenweise in seine normale Stellung bzw. Höhe Der Hund muss nun lernen, dass Hindernis aus verschiedenen zu meistern. Er muss den Moment des Absprunges bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten einschätzen können. Es darf nur durch einen vollständig bewegungslosen Reifen gesprungen werden.

Der Weitsprung
Das Anlernen des Weitsprunges erfolgt, indem der Hund angeleint auf Schulterhöhe neben seinem Führer in gerader Linie auf den Weitsprung mit schneller Gangart (Laufschritt) geführt wird. Die Leine wird mit der Aufforderung "Hopp" oder "Spring" kurz nach oben gezogen. Zu Beginn sollte der Weitsprung nicht mehr als 1m betragen. Wenn der Hund die Übung korrekt ausführt wiederholt man sie ohne Leine. (Gleiche Vorgangsweise wie beim Wassergraben).

Der Tunnel
Dieses Hindernis ist für den Hund besonders ungewohnt. Sein Zögern muss überwunden werden. Hierzu führt man den Hund vor die Tunnelöffnung, man redet ihm beruhigend zu und versucht ihn zu veranlassen, auf das Hörzeichen "Voran", die Röhre zu betreten. Bei anfänglichen Schwierigkeiten kann man sich mit einem Ball oder sonst einem, auf den Hund anziehend wirkenden Gegenstand, behelfen. Man wirft diesen in den Tunnel und animiert den Hund, ihn zu bringen. Nützt dies nichts, kriecht der Hundeführer als erster in den Tunnel. Sehr wahrscheinlich wird ihm sein Hund folgen. Hat der Hund erst einmal den Tunnel passiert, ist die erste Hemmschwelle des Hundes normalerweise gelöst.

Der Stofftunnel
Dieses Hindernis sollte erst in Angriff genommen werden, wenn der Hund ohne weiteres durch den festen Tunnel läuft. Beim ersten Versuch platziert man den Hund vor den Eingang des Tunnels, rollt den Stoff vollständig zurück und stellt den Hundeführer auf die gegenüberliegende Seite. Er soll so stehen, dass er von seinem Hund gesehen werden kann. Der Hundeführer ruft den Hund mit "Hier" zu sich und ermuntert ihn zu ihm zu kommen.

Ist die Übung gelungen, beginnt man von vorne, wobei der Stoffteil des Tunnels allmählich abgerollt wird, aber noch hochgehoben bleibt. Der Hund soll seinen Führer noch immer sehen können. Ist der weiche Teil vollständig abgerollt und geht der Hund ohne jegliches Zögern hindurch, lässt man den Stoff in seine natürliche Lage auf den Boden fallen. Der Hundeführer ermuntert seinen Hund mit der Stimme.

WICHTIG: Niemals einen Hund in den Stofftunnel schicken, wenn der Stoffteil verwickelt ist. Der Hund kann sich darin verfangen und in Panik geraten.

Die Schrägwand
Anfänglich sollen die beiden Aufstiegsrampen so weit wie möglich auseinandergezogen werden, um die Höhe und die Neigung zu verringern. Während der ersten Versuche soll der Hund an der Leine geführt werden. Auf das Hörzeichen "Hopp" oder "Spring" soll er die Rampe annehmen, über die Planke laufen und auf der anderen Seite wieder heruntersteigen. Sobald der Hund furchtlos das Hindernis meistert, zeigt man ihm, wie er auf die Kontaktzonen treten soll. Nach und nach wird die Höhe vergrößert, wobei jegliches Überspringen der Kontaktzonen sofort zur korrigieren ist. Kontaktzonenfehler kommen an der Schrägwand am häufigsten vor. Eine bewährte Hilfe, um den Hund zu veranlassen die Kontaktzonen zu betreten, besteht darin, einen Autoreifen vor der Aufstiegs- und Abstiegsrampe zu befestigen. Um hindurchschlüpfen zu können, wird der Hund die ganze Länge der Rampe ablaufen müssen. Das gleiche Ergebnis erhält man, wenn der Hundeführer sich mit gespreizten Beinen vor die Rampe stellt und den Hund zwischen den Beinen hindurchgehen lässt.

Der Laufsteg
Dieses Hindernis erfordert vom Hund sowohl Gleichgewicht wie auch Unbefangenheit und Furchtlosigkeit. Die Ausbildung muss ruhig und ohne Hast angegangen werden. Unter keinen Umständen darf der Hund am Zughalsband geführt werden. Bei einem Fall oder Absprung kann sich der Hund verletzen. Der Hundeführer bringt seinen Hund zur Aufstiegsrampe und gibt dem Hund das Hörzeichen "Hinauf". Anfänglich sollten der Ausbilder und der Hundeführer den Hund rechts und links begleiten, um ihn zu ermutigen. Wenn es Schwierigkeiten beim Hinaufsteigen und bei der Überquerung des Laufsteges gibt, soll der Hundeführer den Hund aufheben, an das Ende des Steges stellen, dort wo die Abstiegsrampe anfängt und ihn ermuntern hinabzusteigen.

Danach wird der Hund schrittweise immer vom Abstiegspunkt auf den Laufsteg gehoben. Um dem Hund das nötige Vertrauen zu geben, empfiehlt es sich, ihn mehrmals sowohl auf den Auf- und Abstiegsrampen, wie auch auf dem Laufsteg halten zu lassen (sitzend oder liegend). Sobald der Hund ohne Leine arbeiten kann, bringt man ihm bei, korrekt auf die Kontaktzonen zu treten. Jeder Fehler muss umgehend korrigiert werden.

Die Wippe
Erst nachdem die Arbeit an der Schrägwand und dem Laufsteg problemlos geworden ist, bringt man den Hund zur Wippe und gibt ihm das Hörzeichen "Hinauf". Nachdem er am vorherigen Hindernis das Halten des Gleichgewichts gelernt hat, muss der Hund nun noch lernen, seine Furcht vor einem beweglichen Hindernis zu überwinden. Die Wippe ist ein schwieriges Hindernis, wenn aber keine Ausbildungsfehler gemacht werden, gewöhnt sich der Hund sehr rasch an dieses Gerät. Es wäre von Vorteil, wenn der Ausbilder anfangs den einen Teil der Wippe halten würde, um ein jähes Herabkrachen zu verhindern.

Das Wesentliche besteht darin, dem Hund klar zu machen, dass das Brett sich nicht von selbst bewegt. Er muss begreifen, dass das Schaukeln durch ihn selbst ausgelöst wird. Dazu wird der Hund an kurzer Leine bis zum Kipppunkt der Wippe hinauf geführt und angehalten, bevor sich das Brett zu neigen beginnt. Nachdem sich der Hund ruhig verhält, soll er einen Schritt noch vorne machen. Dann wird er wieder angehalten und festgehalten, während sich das Brett neigt. Erst wenn es den Boden berührt hat, wird der Hund langsam herabgeführt.

Die Übung wiederholen, indem man sorgfältig auf ein präzises Anhalten des Hundes achtet. Dadurch lernt er, dass sich das Brett allein durch sein Auftreten in Bewegung setzt. Es muss verhindert werden, dass der Hund zu schnell herabläuft. Wie bei der Ausbildung am Laufsteg wird der Hund mit dem Hindernis vertraut gemacht, indem man ihn wiederholt während des Abstieges absitzen lässt. Sobald der Hund das Hindernis auch unangeleint meistert, soll man darauf achten, dass er die Kontaktzonen nicht überspringt.

WICHTIG: Die Stabilität der Wippe muss jeweils vor der Arbeit kontrolliert werden.

Der Slalom
Dies ist das am schwersten zu meisternde Hindernis, welches vom Hund gleichzeitig Führigkeit, Intelligenz und perfekte Beherrschung des bereits Gelernten voraussetzt. Wie bei den vorausgegangenen Übungen sind Fehler sofort zu korrigieren.

ACHTUNG: Die erste Absteckung muss sich unbedingt auf der linken Seite des Hundes befinden.

Es bieten sich verschiedene Möglichkeiten an, um den Slalom zu üben bzw. zu erlernen.

1. Absteckung in V - Form
Der Hundeführer bringt seinen angeleinten Hund zum Beginn der Slalom - Strecke (1. Absteckung links vom Hund). Er ermutigt ihn durch das 1. Tor zu gehen, wobei er das Hörzeichen "Slalom" gibt. Dieses Hörzeichen wird bei jedem Tor wiederholt. Die V - förmige Absteckung erleichtert dem Hund die Begegnung mit diesem, für ihn vollständig neuen Hindernis. Die Tore sollen ganz allmählich enger werden, so dass der Hund gegen Ende der Slalom - Strecke gezwungen ist, sich hindurch zu schlängeln. Während dieser Übungsphase muss der Hundeführer die Leine in senkrechter Lage halten, damit der Hund in seiner Fortbewegung nicht behindert wird. Wiederholen, bis der Hund die Übung begriffen hat.

2. Abgrenzen der Tore
Je zwei Absteckungen werden mit Draht verbunden - die Tore sind somit für den Hund abgegrenzt. Am Anfang wird nach der gleichen Methode wie unter 1. gearbeitet. Danach wird ohne Leine gearbeitet. Der Hund geht neben dem Hundeführer und dieser gibt bei jedem Tor das Hörzeichen "Slalom". Jeder Fehler muss sofort korrigiert werden.

Sobald der Hund die Strecke fehlerlos abläuft, wird mit der Arbeit auf Distanz begonnen. Der Hund sitzt am Beginn der Slalom - Strecke, während sein Führer sich an das andere Ende des Slaloms begibt. Von dort aus gibt er dem Hund das Hörzeichen "Slalom". Der Hund soll nun in Richtung Hundeführer gehen, indem er den Slalom korrekt durchläuft. Die nächste Stufe besteht darin, dem Hund das Hörzeichen "Slalom" nicht von vorne, sondern hinter dem Hund stehend zu geben. (Der Hundeführer bleibt am Anfang der Slalom - Strecke stehen). Der Hund muss die Strecke fehlerlos durchlaufen. Führt er die Übung korrekt und sicher aus, ist lediglich noch die üben. Hierzu ist Motivation die beste Art und Weise den Hund anzuspornen. Zeigt der Hund z.B.. Freude am Bringen von Gegenständen, wird ihm ein solcher vor dem Slalom - Hindernis gezeigt. Der Hundeführer hält den Gegenstand in der Hand und animiert den Hund, ihm durch den Slalom hindurch zu folgen. Nach Passieren des letzten Tores wird der Gegenstand als Belohnung geworfen und der Hund dann aufgefordert, den Gegenstand zurückzubringen.

WICHTIG: Der Hund muss in der Lage sein, den ganzen Slalom fehlerlos zu durchlaufen. Nur wenn dies zutrifft, wird der Gegenstand als Belohnung geworfen. Andernfalls ist die Übung zu wiederholen. Auch darf der Gegenstand stand nicht zu früh geworfen werden, da der Hund dadurch veranlasst würde, die Slalom - Strecke vor deren Ende zu verlassen, um dem Gegenstand nachzulaufen.

Der letzte Teil besteht darin, dass sich der Hundeführer 5 bis 6 m entfernt vom Slalom aufstellt und aus dieser Distanz den Hund mit dem Hörzeichen "Voran" in Richtung des Hindernisses schickt. Sobald der Hund beim ersten Tor angekommen ist, ertönt das Hörzeichen "Slalom". Der Hund muss daraufhin die ganze Länge des Slaloms durchlaufen. Jeder Fehler muss sofort korrigiert werden.

AUFBAU DER ARBEIT AM PARCOURS

Hat man erreicht, dass der Hund die verschiedenen Hindernisse einzeln meistert, kommt der schwierigste und interessanteste Teil der Arbeit: Der Hund soll lernen, eine Gruppe von Hindernissen fließend in der schnellen Gangart und mit Richtungsänderungen zu meistern.

Anfänglich bedient man sich einer Hürdenreihe, deren Überwindung für den Hund mit keinerlei Problemen verbunden ist. Es wird ohne Leine und ohne Halsband gearbeitet. Vor der ersten Hürde wird der Hund zum Stehen gebracht. Dann gibt ihm der Hundeführer das Hörzeichen "Fuß" und läuft parallel zum Hund, bei jeder Hürde das Hörzeichen "Hopp" oder "Spring" rufend. Hat der Hund begriffen, mehrere Hürden hintereinander zu nehmen, werden Richtungsänderungen eingebaut. Es werden drei bis vier Hürden so aufgestellt, dass der Hund von links nach rechts und umgekehrt geführt werden kann.

WICHTIG: Eine Hindernisgruppe darf nie zweimal in derselben Richtung absolviert werden, damit der Hund sich die Strecke nicht einprägen kann und gezwungen ist, sich ganz auf die Hörzeichen seines Führers zu verlassen.

Nachdem der Hund gelernt hat, mehrere Hürden nacheinander inkl. Richtungsänderungen zu nehmen, wird ein Parcours aus verschiedenartigen Hindernissen zusammengestellt. Sukzessive sollen die Hindernis Bewältigung in immer schnellerem Tempo erfolgen. Fehler müssen auf der Stelle korrigiert werden.

Zeigt der Hund durch eine fehlerlose Ausführung der verschiedenen Übungen, dass er gelernt hat, was von ihm erwartet wird, kann man ihn einen vollständigen Parcours durchlaufen bzw. springen lassen.

Anfangs wird man eine einfache Zusammenstellung der verschiedenen Geräte vornehmen. Am Ziel ist der Hund ausgiebig zu loben, damit ihm klar wird, dass es sowohl einen Start wie auch ein Ziel gibt und er nicht unterwegs stehen bleibt oder vom Parcours wegläuft. In dieser Ausbildungsphase ist die Stelle, die der Hundeführer auf dem Parcours einnimmt, sehr wichtig. Je nach dem Stand der Ausbildung und entsprechender Führigkeit des Hundes soll der Hundeführer sich so platzieren, dass er den Hund sowohl auf Distanz führen und/oder dirigieren kann und ihn bei besonders schwierigen Hindernissen wie z. B. beim Slalom, bei den Kontaktzonen und bei Richtungsänderungen, aus der Nähe kontrollieren bzw. korrigieren kann.

Mit fortschreitendem Training, das heißt gemäß dem Ausbildungsstand des Hundes, wird der Parcours immer komplexer gestaltet. Dem Hundeführer und dem Hund wird die Möglichkeit gegeben, das ganze Können zu zeigen. Dabei darf man dem Hund nie und unter keinen Umständen irgendwelche Fallen stellen. Es wäre dies ein grober Fehler und widerspräche ganz dem Geist des Agility - Sportes. Wie bereits empfohlen, sollte die Aufstellung des Parcours immer wieder verändert werden, um jede Automatisierung des Hundes bei der Arbeit auszuschließen. Wie bei einem Wettbewerb üblich, wird auf dieser Ausbildungsstufe mit dem Hund ohne Leine und ohne Halsband gearbeitet.

Der Faktor der Geschwindigkeit kann durch Festlegung einer Standardzeit (SZ) zum Ablaufen des Parcours eingeführt werden, wobei das Können des Hundes und die Ausführung der von ihm verlangten Arbeit zu berücksichtigen sind. Bei dieser Gelegenheit sei einmal mehr daran erinnert, dass auf dem Agility - Parcours die Geschwindigkeit alleine nicht maßgebend ist. Gewinner wird der Hund sein, der die wenigsten Fehler auf dem Parcours hat und innerhalb der SZ ist.

Einige Tipps

· Die Sozialisierung der Hunde untereinander ist ständig zu schulen und zu fördern.

·Vor der Arbeit am Parcours ist darauf zu achten, dass sich die Hindernisse in absolut einwandfreiem  Zustand befinden.

·Ausschließlich mit Agility - Geräten arbeiten, die dem Agility - Reglement entsprechen.

·Bei der Grundausbildung sind die Unterordnungsübungen der dhv - Begleithundprüfung zu empfehlen  und die technische Ausbildung getrennt dazu vorzunehmen.

·Die Trainingsdauer begrenzen, die Übungen sind abzubrechen, solange der Hund noch motiviert ist.

·Keine Ausbildungsstufen überspringen, der Hund muss von Grund auf seine Aufgaben verstehen.

·Dem Hund nie Zwang angedeihen lassen.

·Bei jedem Erfolg muss der Hund beim Training ausgiebig gelobt und belohnt werden.

  

 
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